Sevenval Woodhack 2017: 7 Dinge, auf die ich mich beim Hackathon freue

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Ein Hackathon im Grünen klingt schon ein bisschen nach Urlaub. Raus aus der Großstadt und raus aus den gewohnten Denkmustern, zwei Tage und Nächte lang ungestört arbeiten, feiern und sich von neuen Ideen inspirieren lassen. Und wenn man nachher müde und zufrieden die Rückfahrt antritt, freut man sich eigentlich schon wieder auf das nächste Mal.

Aber von vorne. Was macht den Sevenval Hackathon eigentlich so besonders? Im Grunde sind es sieben Dinge, auf die ich mich besonders freue:

Kollegen kennenlernen
Beim Hackathon finden sich Teams spontan durch das gemeinsame Interesse an einem Thema. So lernt man auch Kollegen besser kennen, mit denen man bisher vielleicht nur wenig Kontakt hatte, weil sie an einem anderen Standort oder in anderen Projekten arbeiten. Deswegen ist der Woodhack auch ein gemeinsames Event der Kölner und Berliner Abteilungen. In den neuen Teams entdeckt man Gemeinsamkeiten oder schaut sich etwas von der Arbeitsweise des anderen ab. Ich habe mich beispielsweise nach dem vorletzten Hackathon entschlossen, viel mehr als bisher die Konsole zu benutzen und Linux auch auf meinem Firmenrechner zu installieren.

Raus aus dem Alltag, rein in den Wald
Mehrere Tage ganz ohne Anrufe, Terminkalender und Fahrplan kenne ich eigentlich nur aus dem Urlaub – oder vom Woodhack! Und als Großstädter freue ich mich ganz besonders darüber, dass es bei unserer Woodhack-Location bei Fulda keine vielbefahrenen Straßen gibt, sondern nur Wald und den weiten Blick ins Grüne.

Neue Technologien wie Mavo oder Headless Chrome
Meistens sind mehrere Projektvorschläge so interessant, dass es schwer fällt, sich für einen zu entscheiden. Und in diesem Jahr habe ich schon einige Wochen vorher ein Projekt im Kopf: Mavo. Die Idee, Web Apps “ohne Programmieren” mit einer einfachen, HTML-basierten Syntax zu erstellen und den geänderten Code mit Hilfe einer sehr leichtgewichtigen JavaScript-Engine zu speichern und zu deployen, hat mir so gut gefallen, dass ich Mavo sofort als Projekt für den Woodhack 2017 vorgeschlagen habe. Ich bin gespannt, ob ich meine Kollegen für mein Thema begeistern kann!

Life Hacks und Gadgets
Spannend sind natürlich auch Ideen, bei denen man seinen Platz vor dem Bildschirm verlässt und konkrete Dinge baut oder umbaut, insbesondere wenn man dabei mal nicht an Anforderungen von Kunden gebunden ist. Mit einem Alexa Skill könnte man zum Beispiel per Sprachsteuerung so wahnsinnig wichtige Fragen beantworten, wie die, ob unser Kickerraum gerade belegt oder frei ist. Ich glaube, “42” wäre in diesem Fall die falsche Antwort.

Unnützes ist erlaubt
Beim Woodhack muss man sich keine Gedanken um Anforderungen oder Marktreife machen. Das kann sogar so weit gehen, dass man absichtlich etwas programmiert, das alles verkehrt macht. Dieses Jahr gibt es zum Beispiel einen Themenvorschlag, der bestimmte Usability-Sünden konsequent auf die Spitze treibt. Aber auch die ernsthaften Projekte dürfen unverkäuflich bleiben. Es gibt keine Vorqualifikation bei den Vorschlägen und keinen Erfolgszwang bei der Umsetzung. Das macht den Woodhack so spannend.

Partytime
Buffet, Grillen und Bier trinken – auch dafür bleibt bei unserem Hackathon genügend Zeit, weil sich nach Feierabend keiner auf den Heimweg machen muss. Dass man sich die Zimmer zu zweit teilt, trägt dabei zu einer Art Klassenfahrtstimmung bei. Einmal hatte sich ein Kollege, mit dem ich mir das Zimmer geteilt hatte, für die Rückfahrt den Wecker gestellt und dann am Vorabend schon seinen Koffer gepackt. Leider hat er den Wecker versehentlich mit eingepackt, und so klingelte morgens der ganze Koffer und musste nochmal ausgepackt werden…

Das Woodhack-Gefühl
Der Woodhack fühlt sich ein bisschen nach Urlaub an und so gar nicht nach Schulung oder Workshop. Ich kann eigene Themen einbringen, mich ausprobieren und das Event selbst mitgestalten. Dadurch, dass in vielen Kleingruppen ganz unterschiedliche Themen bearbeitet werden, ist es sehr spannend, wenn am Ende jede Gruppe ihre Ergebnisse vorstellt. Dass man dadurch zu vielen Themen etwas dazulernt, passiert einfach nebenbei. Das Gefühl bei der Rückfahrt ist jedenfalls eher mit der Rückfahrt von einem Festival zu vergleichen, kaputt und glücklich, nur mit dem Unterschied, dass man nicht nur Spaß hatte, sondern auch ein bisschen schlauer als vorher wieder nach Hause fährt. Einen Woodhack muss man einfach erlebt haben.

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