Woodhack = (Code + Wood) x Fun

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Sevenval Woodhack 2017Ende Juni war ich das erste Mal auf einem Hackathon – dem Sevenval Woodhack 2017. Was passiert, wenn 40 Sevenvallies 40 Stunden lang an Ideen arbeiten, die im Alltag sonst wenig Platz haben? Ein kleiner Erfahrungsbericht.

 

Wieso heißt der Sevenval Hackathon eigentlich “Woodhack”? Die Antwort darauf gab der holprige Feldweg durch den Wald bei der Anfahrt zur Location:

Für unsere Teams aus Berlin und Köln ist diese Gegend im Osten Hessens schon ziemlich “Wood”. Und das macht Sinn: Denn zum Arbeiten auch mal “raus” zu kommen um ohne große Ablenkungen neuen Ideen nachzugehen, dafür ist die abgelegene Region bestens geeignet. (Okay, es gibt dort schnelles Internet, das ist auch nicht ganz unwichtig.)

Sevenval Woodhack 2017Rund 40 Mitarbeiter von Sevenval haben vom 29.6. bis 1.7. genau das gemacht, von Donnerstagabend bis Samstagmorgen. Die meisten davon Software-Entwickler, aber auch DevOps, (UX)-Designer, Projekt-Manager oder die Kollegen der Sevenval-HR und der Autor dieses Posts, dessen Programmierkenntnisse vor allem (Commodore) BASIC umfass(t)en. Doch “Hacking” muss sich ja nicht zwingend auf “Programmieren” beschränken. Eine bekannte Definition von “Hacker” stammt vom CCC-Mitgründer Wau Holland: “Ein Hacker ist jemand, der versucht einen Weg zu finden, wie man mit einer Kaffeemaschine Toast zubereiten kann.” (Quelle)

Über den Tellerrand
Auf dem Woodhack haben wir zwar keiner Kaffeemaschine das Toasten beigebracht, aber wir alle haben über unsere jeweils ganz eigenen Tellerränder geblickt. Ideen für Projekte konnte jeder Teilnehmer am ersten Abend pitchen, ähnlich wie auf einem Barcamp. Die Projekt-Teams stellten sich dann nach Interesse zusammen – jeder konnte frei entscheiden, woran er arbeiten will, besondere Vorgaben gab es nicht. Aber eine Deadline: Um 18 Uhr am nächsten Abend war “Abgabe”, ein lauffähiger Prototyp war das Ziel.

Und so haben wir in 40 Stunden eine Menge Probleme gelöst. Drei Beispiele:

  • Wie nenne ich bloß meine Metal-Band? Wir sind echt gut!
    Die Lösung: Ein Band Name Generator! Live hier, Code auf GitHub.
  • Ich muss die ganze Zeit superschicke funktionsfähige Web-Formulare bauen!
    Die Lösung: Signup from Hell (TM). Live hier, Code auf GitHub.
  • Der Kicker-Raum ist immer belegt und/oder ich finde keine Mitspieler!
    Die Lösung: Eine Slack-Integration, die Spiele organisiert und den Raum blockt. (Tba, work in progress)

Sehr klassische Probleme also, für deren Lösung das Einhalten des Ballmer Peak’s nicht ganz irrelevant ist. Aber auch für Herausforderungen in der täglichen Arbeit bei Sevenval haben wir Lösungen gefunden. Beim Woodhack ist z.B. …

  • ein neuer Date Picker (aka “Batpicker”) für den Einsatz in modernen Frontends entstanden und
  • ein Alexa-Skill nebst Companion App, der die Kollegen an alles Mögliche erinnern kann.
  • Außerdem haben wir die Grundlagen für ein Coding-Game geschaffen,
  • neue Möglichkeiten zur JPEG-Kompression erforscht,
  • das CMS Hugo in einen Docker-Container von sloppy.io gepackt,
  • Prometheus für das Monitoring unserer Systeme getestet,
  • für Sevenval’s wao.io einen automatischen Analyzer & Configurator entwickelt
  • und ein Stop-Motion-Video gedreht, das wir bald für unser Recruiting einsetzen wollen.

Zurück aus dem Wald
Abgesehen davon, dass wir auf dem Woodhack einige große Probleme der Menschheit des Büroalltags gelöst haben – was hat der Hackathon nun überhaupt gebracht? Denn zurück in den Sevenval-Büros und in unseren gewohnten Teams versuchen wir seit Montag wieder, vor allem die Probleme unserer Kunden zu lösen. (Den Namen für die Metal-Band sollten wir ja nun haben.)

Zum Abschluss ein paar Gedanken dazu:

  • Teambuilding: Wir haben uns alle besser kennengelernt. Bei zwei Standorten ist persönlicher Kontakt von Zeit zu Zeit einfach wichtig. Auch gerne beim Bier.
  • Knowledge: Beim Blicken über den Tellerrand in neu gemischten Team-Zusammensetzungen hat jeder etwas dazugelernt.
  • Products: Von elf umgesetzten Projekten werden sich mindestens sechs auch in Technologien und Produkten von Sevenval wiederfinden. (It’s done when it’s done!)

Ich war zwar bereits auf LAN-Parties, Demoszene-Events und auf dem Kongress des CCC – aber das war mein erster Hackathon. Anfangs war ich skeptisch: Was macht man denn da, wenn man keinen Code schreibt? (Z.B. Stop-Motion, das hatte ich auch noch nie gemacht, und das macht Spaß!)

Jetzt habe ich verstanden und freue mich auf den Woodhack 2018. Vielleicht pitche ich dann ein Projekt, bei dem ich mit meinen Oldskool-Kenntnissen irgendwas reißen kann. C64 und Amiga habe ich noch im Keller. Wie kann man damit eigentlich eine Kaffeemaschine ansteuern …?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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