Experiment Jobsharing: „Auf einer Stelle bringen zwei Personen neue Impulse ein“

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Das Team Sevenval sucht Verstärkung – und jetzt gibt es erstmals eine Tandemstelle als Web Developer (m/w) Frontend.

Wolfgang, unser Director Professional Services am Standort Köln, verrät, was ihn am Experiment Jobsharing reizt, wie es zur Idee kam und wie er sich die passenden Tandemkandidaten vorstellt.

 

Wolfgang, was ist eine Tandemstelle?
Hier teilen sich zwei oder mehr Personen eine Vollzeitstelle. Ganz konkret gibt es in meinem Team eine Tandemstelle im Bereich Web Development Frontend, die zwei Personen zu jeweils 20 Stunden ausüben.

 

Die Vorteile gegenüber einer klassischen Teilzeitstelle sind …
… dass eine Tandemstelle mehr Möglichkeiten zu einem selbstbestimmteren Arbeiten schafft – und natürlich klare Freiräume, zum Beispiel für die Familie oder persönliche Projekte. Die beiden Jobsharer füllen gemeinsam eine Vollzeitstelle und üben ihren Traumjob in Teilzeit aus.

Es gibt leider noch zu viele Vorurteile gegenüber Arbeiten in Teilzeit. Gerade Mütter haben beim Wiedereinstieg in Teilzeit oft damit zu kämpfen und arbeiten mehr als sie müssten, weil ihnen das Gefühl vermittelt wird, dass sie nur dann einen guten Job machen. Dabei hat das nichts mit der Wochenstundenzahl zu tun.

 

Wie kam es zu der Entscheidung für das Experiment Jobsharing?
Wir haben als Technologieunternehmen ein spannendes Arbeitsumfeld zu bieten und möchten auf dem Arbeitsmarkt unsere Zielgruppen für uns begeistern. Auch die Personen, für die eine Vollzeitstelle eben nicht in Frage kommt. Also ist es nur logisch, dass wir uns vermehrt für flexiblere Modelle öffnen.

Unser Umgang miteinander ist sehr persönlich und offen, bei uns arbeiten viele Familienmütter und -väter und das Konzept hinter Jobsharing passt zu uns. Natürlich sind wir neugierig, wie das in der Praxis funktioniert. Dem stellen wir uns gemeinsam, zum Beispiel in regelmäßigen Feedbackrunden.

 

Wie sieht der Alltag der beiden Jobsharer im Web Development aus?
Eigentlich wie der eines „klassischen Vollzeit-Web-Developers“. Morgens ist einer beim Stand Up dabei, wenn die Themen besprochen werden, die am Tag anstehen. Dann legt er los und später folgt die Übergabe an den Tandempartner. Die saubere Abstimmung zwischen den beiden ist enorm wichtig.

Für die Teamkollegen ändert sich in der Zusammenarbeit im Idealfall nichts, außer dass sie morgens einen anderen Ansprechpartner als nachmittags haben. Wobei wir auch hier offen sind, ob beide jeden Tag vier Stunden vor Ort sind, oder sich die Arbeitstage anders aufteilen.

 

Welche Erfahrung hast du bereits mit Jobsharing sammeln können?
Bislang noch keine. Es ist ein Experiment, auf das ich mich einlasse – und ich bin mir sicher, dass es klappt. Ich bin ein Mensch, der neuen Dingen eine Chance gibt. Aktuell starten wir zum Beispiel auch mit einer Teilzeitstelle im Projektmanagement. Das ist bei komplexen Webprojekten sicher nicht immer einfach, aber möglich.

 

Was ist das für ein Typ Developer, der in einer Tandemstelle aufgeht?
Jemand, der eigenverantwortlich arbeiten möchte, jemand der kommunikativ ist und sauber arbeitet, wenn es um Code-Dokumentationen und das Einhalten von Standards geht. Und natürlich jemand, der offen für Neues ist.

 

Eingespielter Doppelpack oder zwei neugierige Solisten?
Beides cool! Der Doppelpack hat den Vorteil, dass ein funktionierendes Duo ins Team kommt. Die beiden sind routinierter und Abstimmungen fallen vielleicht leichter. Ich glaube aber, dass auch zwei Personen, die sich auf Jobsharing einlassen wollen und vorher noch nicht miteinander gearbeitet haben, zu einem eingespielten Team werden können.

So oder so bringen dann auf einer Stelle zwei Personen neue Impulse ein, sie verfügen über unterschiedliche Kompetenzen und gehen anders an Aufgabenstellungen heran. Das ist eine große Chance für uns alle und darauf freue ich mich.

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