Agile Haltung, PSK, De-Skalierung & Co.: Das war der 237. Lean Coffee Cologne

Zum zweiten Mal fand heute der Lean Coffee bei Sevenval in unserem Kölner Office am Dom statt. Nachdem ich vor einer Weile mehrfach bei dem Event teilgenommen hatte, war ich heute auch wieder dabei. Unser Tisch im Eingangsbereich war um Punkt 8 Uhr bis auf die letzten Plätze gefüllt. Die Gruppe war eine tolle Mischung aus knapp 20 Agile-Begeisterten verschiedener Bereiche und Branchen.

Für das leibliche Wohl war gut vorgesorgt mit Croissants, Quarkbällchen und unserem leckeren Kaffee und so konnten wir perfekt in den Lean Coffee starten.

Als erstes wurden wie immer die Regeln erklärt: Jeder kann beim Lean Coffee Themen vorschlagen und erklärt diese kurz, danach kann jeder 2 Punkte vergeben und die Themen werden nach der Menge der Punkte priorisiert aufgehängt. Natürlich machen wir das über ein Board (-:

Jedes Thema bekommt eine Timebox und wird rege diskutiert. Dieses Mal haben es folgende Themen in die Diskussion geschafft:

Agile Haltung

Es kam eine rege Diskussion in Gang, was eine agile Haltung ist, welche Veränderungen das bedeutet und ob man jeden dazu abholen kann. Interessant war, wie unterschiedlich gerade der letzte Punkt gesehen wurde, von „es gibt Leute, für die ist das einfach nichts“, bis „mit Coaching kann man jeden dafür begeistern“ waren vielfältige Meinungen am Tisch vertreten.

PSK Professional Scrum with Kanban

Hier gab es eine kurze Einführung zu dieser neuen Entwicklung. Zusammenfassend kann man sagen, dass PSK dabei unterstützen soll, die Items, die für einen Sprint geplant sind, besser zu tracken. Ich kannte diesen Ansatz noch nicht, er hat mich aber neugierig gemacht und ich werde mich nochmal intensiver damit auseinandersetzen.

Scrum im Projektgeschäft

Im Projektgeschäft mit Scrum Teams stellen wir uns denselben Herausforderungen. Wechselnde Teams und Teammitglieder, die für andere Aufgaben abgezogen werden, sind Beispiele dafür, die irgendwie jeder Projektmanager aus seinem Alltag kennt. Ich fand die Idee spannend, dass man ein Team komplett “reserviert”, dieses dann aber auch mehr kostet. Das könnte tatsächlich eine Maßnahme sein.

De-Skalierung

Das letzte Thema, das es beim heutigen Lean Coffee in die Diskussion geschafft hat, brachte verschiedene Aspekte ans Licht. Größe der Teams und Anzahl von Teams wurden diskutiert und dass vielleicht weniger manchmal mehr ist. Ich finde es wichtig gerade bei vielen Teams die Frage zu stellen, ob dies sinnvoll ist oder ob man zuviel Informationsverlust hat.

Das Thema Selbst-Reflexion im Team hat es dieses Mal leider nicht geschafft. Für mich schade, denn ich hätte mich gerne darüber ausgetauscht – gerade im Sinne von Lessions learned. Aber das war sicher nicht mein letzter Lean Coffee. Spätestens am 20. Juli, wenn der Lean Coffee für Product Owner bei uns zu Gast ist, bin ich auf jeden Fall wieder dabei! Der Lean Coffee ist ein toller Erfahrungsaustausch und ich würde fast schon sagen ein “Ideenmarktplatz”, denn ich kann für meine tägliche Arbeit als Projektmanager viele Anregungen mitnehmen. Daumen hoch!

Zur Blog-Startseite