253. Lean Coffee Cologne: Agiler Start in den Tag am Kölner Dom

Letzte Woche habe ich es endlich geschafft, wieder am Lean Coffee teilzunehmen. Es hat sich eine bunt gemischte Truppe zusammengefunden. Wie immer wurden am Anfang Themen vorgeschlagen und dann konnte jeder Teilnehmer drei Punkte für die Themen vergeben, die einem am Herzen lagen. Die meisten Stimmen hatte “User Stories for Dummies”, gefolgt von “Scrum Master vs. Agile Coach”.

Das erste Thema beim Lean Coffee: User Stories for Dummies

Beim Thema “User Stories for Dummies” wurden viele Experten zitiert, darunter natürlich auch Mike Cohn, der Gründer der Scrum Alliance. Wichtig fand ich den Hinweis, dass eine User Story einen Mehrwert liefern soll und dabei eine klare Definition der Akzeptanzkriterien genauso wichtig ist. Wenn diese Kriterien erfüllt sind, dann ist eine Story meistens schon auf einem guten Weg, “ready” zu sein.

Ein guter Tipp, damit man sich Zeit für gute User Stories nimmt, ist es, konkrete Zahlen vorzulegen, die zeigen, dass man sonst im Nachgang mehr Arbeit hat. An dieser Stelle wurde auch auf die Seite cakewrecks.com verwiesen. Sie zeigt, was passiert, wenn man nicht genau in einer User Story definiert, was man machen möchte. Schaut mal rein und entdeckt “Kuchen Fails” wie diesen!

Das zweite Thema beim Lean Coffee: Scrum Master vs. Agile Coach

Was macht eigentlich ein Scrum Master und was ein Agile Coach? Und was machen sie eben nicht beziehungsweise wie können sie untereinander abgegrenzt werden? Hier gab es eine rege Diskussion. Ich hatte das Gefühl, dass sich diese Rollen sehr ähneln. Eine gute Unterscheidung aus meiner Sicht ist, dass ein Scrum Master im Team arbeitet und ein Agile Coach von außen einwirkt. Und dass Kaizen – stetige Verbesserung – immer im Kopf sein sollte. Kontrovers wurde auch diskutiert, ob es überhaupt möglich ist, dass sich ein Scrum Master überflüssig macht. Denn das sollte meines Erachtens das Ziel sein. Der allgemeine Konsens dazu war, dass dies bisher noch keiner erlebt hat.

Das dritte Thema beim Lean Coffee: Ein neues Team im 8-Wochenbett

Beim dritten Thema haben wir wegen Gleichstand erneut gevotet – zugunsten des Themas “Ein neues Team im 8-Wochenbett”. Zunächst hatte ich den Eindruck, dass Wege gesucht wurden, um den Teambuilding-Prozess zu beschleunigen. Aber die Diskussion ging dann doch in eine andere, (aus meiner Sicht) gute Richtung und wir haben kritisch hinterfragt, ob es wirklich darum geht, diesen Prozess zu beschleunigen. Viel wichtiger ist es doch, diese Startphase so zu gestalten, dass alle abgeholt werden und sich auf ein gemeinsames Ziel committen. Schließlich spielen verschiedenste Faktoren in diesen Prozess rein: die soziale Komponente, die fachliche Komponente sowie die Erfahrung im agilen Umfeld. Mein persönliches Fazit ist: Es ist ganz normal, dass es acht Wochen dauern kann, bis ein Team aufeinander eingespielt ist. Und dass Bier auf jeden Fall hilft. 😉

Leider hat es dieses Mal das Thema “neue Technologien/Schulungen” nicht geschafft. Also werde ich auf jeden Fall demnächst wieder dabei sein – nicht nur um dann dieses Thema wieder an den Start zu bringen – und spätestens am 23. November, wenn die Lean Coffee Community wieder bei uns zu Gast ist!

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