Kein Code+Design Camp ohne Git oder wieso Versionsverwaltung für jeden Coder so wichtig ist

Nachdem ich letztes Jahr beim ersten Kölner Code+Design Camp als Coach dabei war, hatte ich letzte Woche beim Düsseldorfer Camp einen Vortrag über Versionsverwaltung mit Git im Gepäck. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig und sinnvoll es ist, frühzeitig in Git einzusteigen. In meinem Medieninformatik-Studium haben wir damals bei Gruppenarbeiten Code umständlich per USB-Stick ausgetauscht und die Dateien von Hand zusammengeführt. Ziemlich gruselig, total fehleranfällig und einfach überflüssig. Schließlich gibt es Git für die Versionsverwaltung! Git erleichtert jedem Programmierer die Arbeit – egal ob man im Team unterwegs ist oder allein an einem Projekt arbeitet. Git gibt Sicherheit und zugleich die Freiheit, auch mal experimentierfreudig an bereits laufenden Code heranzugehen.

Zurück nach Düsseldorf: Das Camp fand im Telekom Flagship-Store mitten im Stadtzentrum statt. Als ich die Rolltreppe in die zweite Etage hochfuhr, begrüßte mich Pepper, ein 1,20 m großer Roboter mit Tablet vor dem Bauch. Hier bin ich richtig, dachte ich mir, und stand schon quasi mitten im Camp.

Auch dieses Mal überraschten mich die coolen Projekten, die die Teilnehmer in ihren jungen Jahren mit viel Motivation und Wissenshunger auf die Beine stellen: Einige bastelten in einem Python-Workshop an einer Taschenrechner-App, das nächste Team setzte sich mit Pepper auseinander, andere entwickelten kleine Spiele wie ein Battle-Royale in 2D-Retrografik oder arbeiteten an einem Kartenmodell in Blender für ein Unity-Spieleprojekt.

Für meinen Git-Vortrag habe ich mich mit allen Interessierten in eine Couchecke zurückgezogen. Nachdem ich auf den ersten Folien die Vorteile und die Notwendigkeit einer Versionskontrolle dargestellt hatte, gehörte mir die volle Aufmerksamkeit. Danach ging es weiter mit einer “Basisdruckbetankung”, damit die Camp-Teilnehmer Git direkt danach in ihren Projekten einsetzen konnten. Meine Slides hatte ich wie ein Tutorial aufgebaut, das auch im Nachgang ohne mich beziehungsweise ohne Tonspur funktioniert.

Ich muss zugeben, dass ich echt überrascht war, dass einige der Teilnehmer schon ein sehr gutes programmatisches Grundverständnis und Programmiererfahrung hatten, aber bislang erstaunlich wenig beziehungsweise gar nicht mit Git in Berührung gekommen waren. Umso wichtiger, ihnen das Thema Versionsverwaltung frühzeitig näherzubringen, denn es wird in ihrer Entwicklerlaufbahn ihr ständiger Begleiter sein.

Drei Stunden, 65 Slides und viele Fragen später ging es für mich zurück nach Köln. Mit einem ziemlich guten Gefühl, denn es macht total viel Spaß, den Nachwuchsentwicklern Starthilfe zu geben und meine Erfahrung und mein Wissen mit ihnen zu teilen. Und beim nächsten Code+Design Camp bin ich gerne wieder dabei, um die Jungs und Mädels in ihrer Begeisterung fürs Coden zu unterstützen!

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