Lean Coffee: Der frühe Vogel fängt das Croissant

Wer beim Lean Coffee mitreden möchte, muss früh aufstehen. Und wer früh aufsteht, wird außer mit Kaffee auch noch mit Croissants belohnt. Unsere Kollegin Elisabeth hat sich den Wecker gestellt, ihre Belohnung bekommen – und uns zum Dank eine Zusammenfassung des Lean Coffee Cologne vom 15. November 2019 geschrieben.

Morgens um acht Uhr am Dom in Köln: Das Lean Coffee Event kann losgehen, für mich zum ersten Mal. Meine Müdigkeit verflog schnell, nachdem ich gesehen habe, wie fit und voller Begeisterung die Teilnehmer bereits in Gespräche vertieft waren. Mit Kaffee und leckerem Croissant ging es um Punkt acht Uhr los, und zum Glück war ich nicht die einzige „Neue“, die das Format noch nicht kannte. Eine kurze Erklärung und los ging die Themenfindung. Nach der Abstimmung haben wir es geschafft drei Themen zu diskutieren.

Was passiert, wenn das Team sich nicht mit der Produktvision identifizieren kann?

Bereits das erste Thema wurde sorgte für Diskussionsstoff und es kamen viele Fragen auf. Ein sehr konkretes Beispiel: Eine Produktvision wurde nicht mit dem Team selber erarbeitet, sondern „aus der Schublade gezogen“ und für jeden zugänglich gemacht. Trotzdem können sich viele nicht mit der Vision identifizieren. Macht es daher Sinn, dass das Team sich eine eigene Teamvision überlegt und danach lebt? Kann die Teamvision auf die Produktvision übertragen werden?

Durch die vielen Fragen kam heraus, dass die in diesem Fall gleich vier beteiligten Teams sich nicht als ein großes gemeinsames Team sehen. Daher war schnell klar: „Das Team“ muss sich zuallererst auch als solches fühlen. Einstimmigkeit herrschte auch beim Lösungsansatz, dass das Team gemeinsam die Produktvision überarbeiten und überdenken soll. Dadurch kann jeder aus dem Team seine eigene Vorstellung einbringen und die Produktvision kann gemeinsam erreicht werden.

Was sind die Dos und Don’ts im Scrumteam?

Anstatt diese sich selbst erklärende Frage direkt zu beantworten, wurde zunächst hinterfragt, ob das Modell Scrum überhaupt Sinn macht. Gibt es Features zu entwickeln? Gibt es ein konkretes Problem zu lösen, um Scrum einzusetzen? Bevor Dos und Don’ts ausgearbeitet werden können, stellen sich sehr wichtige Fragen: Weiß das Team, was Scrum ist? Besteht die Bereitschaft im Team für das Modell? Wie ist die Haltung des Teams zum Scrum-Prozess?

Als Lösung kam keine klassische Dos und Don’ts Liste heraus, sondern vielmehr die Anregung, den Prozess zu hinterfragen und zu schauen, ob das Team in diesem Thema genug abgeholt ist.

Das gesunde Unternehmen

Auch beim letzten Thema des Morgens ist die Zeit schneller abgelaufen und wurde nochmals verlängert. Schnell hat man festgestellt, dass der Fokus auf dem Produkt liegt und dass die Feature-Entwicklung vorangetrieben wird. Aber was ist, wenn man als Scrum-Master merkt, dass das Team sich nicht wohlfühlt? Das kann sich sowohl aufs ganze Team beziehen als auch auf einzelne Teammitglieder, die innerlich vielleicht sogar schon gekündigt haben.

Fast einstimmig wurde das Thema Kommunikation angesprochen. Man sollte miteinander reden und Probleme ansprechen. Dazu reicht eine Retro oftmals nicht aus, sondern man könnte sich außerhalb der Retro einen „Self-Care Termin“ schaffen, in dem offen darüber gesprochen wird, welche Bedürfnisse jedes Teammitglied hat und wie man helfen kann diese zu befriedigen.

Fazit

Auch wenn ich weder Product Owner noch Scrummaster bin, finde ich das Format sehr spannend! Und der Abschluss des heutigen Lean Coffee war ein Geburtstagsständchen für unsere liebe Bea 🙂

[Danke an Oli für die schöne Sketch Note, die wir hier als Titelbild verwenden dürfen!]

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