Lean Coffee & Croissants – Product Owner und Business Analysten treffen sich bei Sevenval

Wusstet ihr, dass der Google Translator für den Begriff „Lean Coffee“ die Übersetzung „dünner Kaffee“ ausspuckt? Ich war bereits vor ein paar Wochen bei einem Lean Coffee dabei und fand das Format ganz interessant (außerdem ein Wiedersehen mit Ex-Kollegen!), sodass ich gern wieder teilnehme.

Vorher wollte ich mich mal online erkundigen, wie dieses Treffen überhaupt zustande kam. Mit dünnem Kaffee kann es auf jeden Fall nichts zu tun haben. Der Kaffee bei uns schmeckt sehr gut (-: Es leitet sich wohl eher vom Begriff „Lean Management“ ab, was das Prinzip verkörpert, die wirtschaftlichen Aktivitäten zielorientiert und mit wenig Verlusten auszurichten. Schnell fand ich heraus, dass der erste Lean Coffee in Seattle stattgefunden hatte. Eine Gruppe von Leuten wollte sich unverbindlich treffen und eigene Erfahrungen austauschen und von anderen lernen. Hauptsache, es wird sich nicht zu viel an Prozessen aufgehalten und eine knackige Diskussion geführt.

Und genauso ist es auch beim Lean Coffee Cologne und dem Ableger, dem Lean Coffee Cologne 4 Product Owner. Tim Klein hat heute die organisatorischen Rahmenbedingungen geschaffen. Er hat die Stoppuhr und Post-its verwaltet und zu Beginn erläutert, dass es keinen Moderator gibt, sondern eher ein demokratischer Ablauf herrscht. Somit hatte jeder einen Rede-Anteil. Wenn man selbst gerade in einer schwierigen Situation steckt oder eine spezifische Frage im Kopf hat, konnte man dies als Diskussionsthema aufstellen.

Die Themen des heutigen Lean Coffee 4 Product Owner

Wie viel Fachwissen oder technisches Know-how benötigt ein Product Owner?
Ergebnis: Zu viel technischer Tiefgang hindert sogar daran, die eigentliche PO Rolle auszuführen. Ein ausgewogenes Verhältnis und vor allem Fachwissen zum Produkt ist wichtig, damit das agile Team gut zusammenarbeiten kann.

Compliance Vorgaben vs. Agile Arbeitsweise
Ergebnis: Das muss kein Gegensatz sein! Als direktes Mittel sollten die Compliance Vorgaben in die Definition of done aufgenommen werden. Motivation für lästige Compliance Aufgaben zu schaffen, ist nicht einfach. Seht es als „Projekthygiene“ an.

Wie bringe ich das agile Team auf eine Spur? (=Alignment)
Ergebnis: Sehr ratsam ist es, aus der Produkt-Sicht noch einmal eine Ebene höher zu gehen und das auch regelmäßig zu tun. Was ist die gemeinsame Vision? Wie hat sich unser Produkt und Umfeld entwickelt – passt das noch?

Wie lerne ich die Wünsche meiner Endkunden am besten kennen?
Ergebnis: Da sprudelten die Ideen. Von der direkten Befragung in der Schildergasse (auch wenn’s eine Überwindung ist) bis hin zur professionellen Use-Lab Auswertung. Wichtig ist: Man kann sich nie wirklich sicher sein, die Kunden bereits zu kennen. Immer am Ball bleiben!

Mein Fazit zum heutigen Lean Coffee

Ich selbst betreue den großen Topf an Bestandskunden, den Sevenval zu bieten hat. Das Tagesgeschäft ist sehr abwechslungsreich und mit meinem Team finde ich für unsere Kunden immer eine pragmatische und (wichtig!) schnelle Lösung.

Die Lean Coffees bieten die Möglichkeit, all das Revue passieren zu lassen und neue Impulse von außen einzuholen, den Horizont zu erweitern. Die Runde findet immer in Köln statt, Teilnahme ist kostenlos, also kann man sich das persönlich gut einrichten.

Der beste Grund für mich: Der Mix der Teilnehmer ist bunt, aus jeder Branche, Leute in verschiedenen Positionen. Der Ideen-Austausch war somit auch heute sehr wertvoll!

 

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