Raus aus der Komfortzone: unser erster Talk beim UI/UX Designers Meetup

Im Februar haben wir unser erstes Meetup im Berliner Office gehostet und es waren über 90 UX-Interessierte bei uns zu Gast. Es war ein toller inspirierender Abend.

Tijana, die Organisatorin des Meetups, fragte uns damals direkt im Anschluss, ob wir auf einem der zukünftigen Meetups auch einmal einen Talk halten wollten. Sich vor so ein großes Publikum zu stellen und eine persönliche Erfahrung aus dem Berufsalltag zu teilen, empfanden wir als spannende Herausforderung. Wir sagten zu.

Unser Thema: Das Redesign unseres UX-Teammeetings

Im Juni war es soweit und zusammen mit Laura aus dem UX-Team habe ich einen Talk gehalten. Thema unseres Talks war das Redesign unseres UX-Teammeetings Anfang dieses Jahres. Wir wollten mit der Community teilen, wie wir den Prozess gestaltet haben. Unser Ziel war es, das Publikum dazu zu motivieren, unproduktive Meetings nicht einfach hinzunehmen, sondern neu aufzusetzen und an den Bedürfnissen der Teilnehmenden auszurichten.

Für den Kick-off des Redesign-Prozesses haben wir im Team gebrainstormt und gemeinsam Ideen zur Umgestaltung gesammelt. Für uns gab es 4 Hauptbedürfnisse, denen wir gerecht werden wollten:

  1. Das Meeting sollte einen Überblick über alle laufenden Projekte über die zwei Standorte Köln und Berlin hinweg geben .
  2. Wir wollten dazu ermutigen, sich über Herausforderungen und Schwierigkeiten auszutauschen.
  3. Wir wollten eine Meeting-Struktur aufsetzen, die ohne Verantwortlichen funktioniert.
  4. Das Meeting sollte weiterhin unseren guten Team Spirit und Zusammenhalt stärken.

Und so sieht unser Meeting heute aus:

  1. Intro: Jeder sagt am Anfang zwei Sätze zu einer Schwierigkeit oder Herausforderung der letzten Woche.
  2. Voting: Eine Herausforderung von besonderem Interesse für das Team kann gewählt werden, um im Detail darauf einzugehen.
  3. Inspiration Board: Über das Inspiration Board teilen wir spannende Artikel, Tools, Illustrationen und Videos. Im Meeting teilen wir, was uns daran inspiriert hat.
  4. 6 Session-Themen: Wir haben 6 Themengebiete definiert, die für uns relevant sind und über die wir uns im Meeting austauschen wollen: Inspiration, Methoden, Projekte, Tools und Software, Strategie und Weiterentwicklung.
  5. Digital Planning Agenda: Über Trello hat jeder die Möglichkeit, Sessions hinzuzufügen, über die zukünftig berichtet wird. Gemeinsam werden Themen bestimmt, wenn der Backlog leer ist.

Weitere Details über den Umgestaltungs-Prozess findet ihr hier in unseren Meetup Slides.

 

Dynamik gewinnt: Die Struktur unseres UX-Teammeetings muss leben

Für uns funktioniert diese Struktur aktuell sehr gut. Nach drei Monaten haben wir eine Retro gemacht und reflektiert und Dinge verändert. Eine Teammeeting-Struktur sollte dynamisch sein und iteriert werden. Das Team kann sich verändern, genauso wie das Arbeitsumfeld. Genauso können sich auch Bedürfnisse verschieben und dementsprechend sollte auch die Meetingstruktur in Bewegung bleiben.

 

Learnings aus unserem Talk beim UX UI Meetup

In unserem Talk hätten wir noch einen stärkeren Standpunkt einnehmen, unsere persönliche Meinung teilen oder das Publikum mit Fragen aktiv einbinden können, damit im Anschluss eine lebendige Diskussion aufkommt.

Wir haben reflektiert, was für uns einen guten Meetup Talk ausmacht: Wichtig ist eine gute Balance zwischen Informationen und Unterhaltung. Gutes Storytelling hat sehr viel Einfluss auf die Wirkung beim Publikum und entscheidend ist auch die Sympathie zur Rednerin.

Wir haben uns 5 Punkte (auf englisch 😉 ) für unseren nächsten Meetup Talk notiert:

  1. keep it simple with a clear message
  2. tell a personal story that people can connect with
  3. tell something relevant for a variety of people with different backgrounds
  4. enjoy it and stay true to yourself
  5. give recommendations and trigger a discussion with the audience

Wir möchten euch motivieren, es auch auszuprobieren. Es ist eine sehr lohnende Erfahrung, sich aus seiner Komfortzone raus zu bewegen und vor einem Publikum frei zu sprechen. Wir haben viel positives Feedback und Wertschätzung bekommen und werden es sicher wieder tun. Du vielleicht auch?

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