Rückblick: Das war der 57. Lean Coffee für Product Owner

Endlich habe ich es mal wieder zum „Lean Coffee für Product Owner“ geschafft. Die 57. Ausgabe startete am 18. Januar um 08:30 Uhr im Kölner Sevenval-Office am Dom. Wie immer wurden die möglichen Themen kurz vorgestellt und jeder durfte mit drei Punkten abstimmen, was auf die Agenda kommt. Diesmal sprachen wir über Geld, Struktur und Evolution.

Sieben Themen haben es nicht auf die Agenda geschafft. Aber der Reihe nach.

1. Thema: Was verdient man als Product Owner?

Als erstes Thema schaffte es die Frage Was verdient man als PO? auf die Agenda. Eine spannende Frage, denn eigentlich gilt ja: Über Geld spricht man nicht. (Man hat es – oder eben nicht 😉 )

Zuerst haben wir differenziert: Kommt der PO „aus der Technik“ oder „aus der fachlichen Richtung“?

Mit unserer gesammelten Erfahrung kamen wir zu dem Ergebnis, dass ein PO aus der Technik zwischen 70.000 und 80.000 Euro im Jahr verdienen kann. Kommt ein PO aus dem fachlichen Bereich, geht es bei etwa 50.000 bis 60.000 Euro los. Ein Senior kommt auch im fachlichen Bereich auf bis zu 80.000 Euro.

Spannend wurde es als darauf hingewiesen wurde, dass bestimme Unternehmen oder Branchen mehr Gehalt bezahlen „müssen“, damit überhaupt Bewerber zu ihnen kommen – etwa Rüstungsunternehmen. Auch hier werden also Aspekte wie Nachhaltigkeit und Gewissen immer wichtiger und ich finde das auch genau richtig so.

2. Thema: Mandat PO / Lead PO Struktur

Bei diesem Thema haben wir vor allen Dingen drüber gesprochen, wie „das Management“ in ein agiles Setup passt. Wie kann eine Führungsstruktur aussehen?

Man kann zum Beispiel das Management als Stakeholder sehen – aber es kann natürlich auch die Diskussion aufkommen, welchen konkreten Mehrwert das Management überhaupt einbringt. Dann kann es helfen sich nochmal vor Augen zu führen, was das Ziel bei der Einführung eines agilen Ansatzes ist. Welche neuen Rollen entstehen? Wer passt zu welcher Rolle?

Danach haben wir noch über den Lead PO gesprochen. Ein Lead PO ist nicht hierarchisch zu sehen, das wäre der falsche Ansatz. Der Lead PO sollte eher der „Coach“ für alle weiteren POs sein.

Nichtsdestotrotz ist es sinnvoll, Hierarchien zu haben. Denn nicht jeder kann (oder möchte) sich um alle Themen kümmern – gerade Strategie ist ein wichtiges Thema des Managements.

3. Thema: Product Ownership Evolution Model

Unser drittes und letztes Thema des Morgens war POEM, das „Product Ownership Evolution Model“. Tim hatte einen Prototypen dabei, den wir uns anschauen und direkt testen konnten. (Details gibt es hier.)

Das POEM zeigt in einer vereinfachten Darstellung, welche agile Rolle aktuell welches Level an Product Ownership übernimmt: Hier kann jeder zeigen, wie aus der eigenen Wahrnehmung heraus die Aufgaben und Verantwortlichkeiten des PO im IST-Zustand sind. Gegenüberstellend kann hier das Ziel gezeigt werden, der SOLL-Zustand. Dadurch wird sehr schnell klar, wo die Annahmen der Beteiligten auseinander gehen, und man kann Maßnahmen definieren bzw. die unterschiedlichen Annahmen diskutieren. Ziel ist es auch, ein gemeinsames Verständnis der Product Ownership zu erreichen. Ich halte das für ein sehr hilfreiches Tool, um gemeinsam im Team festzustellen und festzulegen, wer welche Verantwortung übernimmt und wo es vielleicht noch Coaching Bedarf gibt.

 

Der 57. Lean Coffee war wieder eine sehr spannende Stunde mit wirklich interessanten Themen. Ich freue mich schon auf das nächste Mal!

Hier findet ihr einen Rückblick meines Kollegen José auf den 51. Lean Coffee für Product Owner, der ebenfalls bei Sevenval in Köln stattfand.

Und hier findet ihr noch meinen Rückblick auf den 253. Lean Coffee Cologne – klar, auch bei Sevenval in Köln 🙂

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