Arbeiten im neuen Familienbüro: Head of HR Martin im Interview

Privatleben und Job unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer einfach. Als Arbeitgeber ist es Sevenval deshalb wichtig, genau hier zu unterstützen – etwa mit flexiblen Arbeitszeiten, Home Office Regelungen und der Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten.

Klar, der Beginn der Sommerferien sorgt für Freude bei den Kleinen. Aber zugleich wirft er für viele Eltern die Frage nach der Kinderbetreuung auf. Ein Thema, mit dem sich Martin, unser Head of HR, auseinandergesetzt hat. Das Ergebnis? Ein buntes Familienbüro, das für die nächsten Wochen komplett ausgebucht ist…

Martin, erklär doch mal das Konzept hinter dem Familienbüro!

Das ist denkbar einfach. Wir haben einen Raum reserviert für Kollegen und Kolleginnen, die ihre Kinder mitbringen, weil in den Sommerferien die Betreuung nicht komplett abgedeckt ist. Der Gedanke dahinter: Die Kinder sind nicht direkt am normalen Arbeitsplatz, sondern man trifft sich in einem Büro, um sich auch gegenseitig bei der Betreuung der Kinder zu unterstützen.

Die Leute können also weitestgehend ihre Termine wahrnehmen und auch mal rausgehen, ohne dass die Kinder alleine sind. Meiner Erfahrung nach – ich bin selbst auch Vater – sind Kinder, die Spielkameraden haben, deutlich entspannter unterwegs und benötigen weniger Betreuung. Folglich sind auch die Eltern entspannter und haben mehr Zeit, um sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Im Familienbüro haben sie Platz und Ruhe und müssen sich keine Gedanken machen, wenns mal lauter zugeht.

Wie kam die Idee für das Familienbüro auf und wie sieht das Büro aus?

In verschiedenen Gesprächen wurde Bedarf an mich herangetragen: Da macht die OGS drei Wochen zu, woanders schließt die Kita für vier Wochen, die Großeltern haben keine Zeit oder sind nicht da. Genau diesen Schmerz wollten wir lindern und eine Lösung für die Betreuung bieten.

Ich habe mir dann verschiedene Modelle angesehen – zum Beispiel externe Dienstleister, die Kinderbetreuung anbieten. Im Gespräch mit den Eltern wurde aber schnell klar, dass diese Lösungen viel zu unflexibel sind. Daraufhin sind wir gemeinsam mit den Eltern auf die Idee eines Familienbüros gekommen und haben das Familienbüro dann natürlich auch zusammen eingerichtet und gestaltet. Heute haben wir einen Raum mit drei Arbeitsplätzen und einer Basisausstattung an Spielsachen, Sitzmöglichkeiten, Sitzsack, Spielteppich und dergleichen.

Wie fördert Sevenval die Work-Life-Balance? Was wird getan, damit Sevenvallies Beruf und Privatleben unter einen Hut bekommen?

Wir achten sehr darauf, dass sich Überstunden in Grenzen halten. Das ist eine wichtige Aufgabe der Führungskräfte. Außerdem reagieren wir immer flexibel, wenn Mitarbeiter ein familiäres Thema haben, das sie bewegt und Zeit einfordert. Das müssen nicht Kinder sein, das kann der Partner oder die Partnerin sein oder im Extremfall Freunde. Wenn ein Kollege oder eine Kollegin zu mir kommt und sagt, dass es dem Kind nicht gut geht, ist meine allererste Frage: “Warum bist du dann hier und nicht bei deinem Kind?” Wir haben alle Laptops, jeder hat die Möglichkeit, im Bedarfsfall Home Office zu machen.

Was auch beim Thema Work-Life-Balance reinspielt: Wir haben eine Sportgruppe ins Leben gerufen, einmal pro Woche kommt ein Trainer zu uns. Bei der Einführung gings darum, den Leuten ihren Sport, den viele von uns neben dem Beruf ausüben, möglichst nah an die Arbeitszeit zu holen, um keine unnötigen Wege zum Fitnessstudio zu haben. Was ist, wenn wir direkt nach der Arbeit mit Sport starten? Dann ist jeder um 20 Uhr Zuhause, hat bereits Sport gemacht und kann sich ins Privatleben stürzen.

Viele unserer Teamleads und Geschäftsführer haben selbst Kinder – merkt man das bei solchen Themen?

Eindeutig ja! Ich bin selbst einer davon und habe zwei Kinder im Kindergartenalter. Das prägt uns. Ich erlebe bei unseren Geschäftsführern, bei Bereichsleitern und Teamleads, dass für private Themen ein enormes Verständnis da ist. Jeder kennt die Probleme, die manchmal auftreten, wenn zum Beispiel eine Betreuung für das Kind kurzfristig gebraucht wird. Und das Feedback unserer Leute zeigt uns, dass wir Familienfreundlichkeit wirklich leben. Das schließt natürlich alle ein, auch die, die keine Kinder haben. Jeder Mensch hat ein Privatleben, jeder Mensch braucht Zeit dafür.

Mal ehrlich, denkst du, dass man sich heute noch zwischen Karriere und Familie entscheiden muss?

Es ist erst ein Problem, wenn ein Unternehmen keinen Respekt vor dem Privatleben seiner Mitarbeiter hat. Bei Sevenval muss man sich nicht zwischen Privatleben und Karriere entscheiden. Es ist doch so: Wenn Menschen privat unter Druck stehen, wirkt sich das negativ auf ihre Arbeitsleistung aus. Wenn wir aber helfen, Steine aus dem Weg zu räumen, dann ist zum Beispiel das Thema Betreuung einfach vom Tisch. Die Leute können ihre Zeit und Kraft also auf andere Dinge lenken – und davon profitieren beide Seiten.

Letzte Frage: Wie gehts nach den Sommerferien weiter? Was machen Sevenvallies, wenn die Tagesmutter krank ist oder die Kita geschlossen ist?

Auch abseits der Ferien kann jeder seine Kinder stundenweise oder tageweise mit ins Büro bringen. Das gehört bei uns einfach dazu und diese Möglichkeit nutze ich selbst auch regelmäßig. Und natürlich gibt es die Option, bei Bedarf ins Home Office zu wechseln. Kurz gesagt: Wir unterstützen, wo wir können und haben bisher immer eine gute Lösung gefunden!

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