Sevenval startet Ausstellungsreihe „Kunst am Dom“

Unter dem Motto “Kunst am Dom” zeigen die Büroräume von Sevenval mehr als nur eine schöne Aussicht auf das Kölner Wahrzeichen: Auf dem Programm stehen die Werke moderner Künstler, die Inspiration und neue Denkweisen fördern. Den Auftakt bildete am 16.11. die Vernissage “Perspektivwechsel” mit Werken von Philipp Kühn.

Analoge Kunstwerke in der Digital Agency

Wo sonst Business-Meetings und Präsentationen stattfinden, ist der Raum in Schwarzlicht getaucht. Rundum stehen die Werke des Wiesbadener Künstlers Philipp Kühn, die über Texturen aus Acryl, Konfetti und Kunstblut in grellem Neonlicht erstrahlen. Das im normalen Licht Unsichtbare tritt so unter besonderer Betrachtungsweise zu Tage. “Perspektivwechsel” nennt Kühn die Ausstellung dieser und anderer Werke. Seine Botschaft: Ändert euren Blickwinkel, geht in euch und nutzt eure Kreativität.

Kühns Motto passt dabei genau in das neu geschaffene Format von Sevenval. “Kunst am Dom” soll moderne, aufregende Werke und Installationen zeigen, die den Betrachtern neue Räume zur Reflexion und Inspiration ermöglichen. Raus aus dem Alltag der digitalen Agentur, rein in eine analoge Welt, die Gewohntes in Frage stellt. Philipp Kühn setzt diesen Übergang mit radikalen Schritten durch. So zerschlägt er vor den Augen des Publikums eine Glasscheibe, die er vor eines seiner Werke gestellt hatte. Ein anderes befreit er mit der Kneifzange von Stacheldraht, der fest darum gewickelt war.

Vom Startup zum Künstler

Es sind diese sinnbildlichen Ketten, die Kühn erst von sich selbst sprengen musste. Das Talent des 24-jährigen Wiesbadeners wurde nicht auf dem traditionellen Bildungsweg gefördert: “School kills art” – Schule tötet Kunst – sagt er und erinnert sich an den Unterricht von Kunst und Musik in der Schule, der mit seiner Ausrichtung an festgelegten Techniken und Stilen nicht mit seinen Fähigkeiten übereinstimmte. “Du kannst das nicht” war das negative Credo der Lehrer.

Philipp Kühn studierte nach der Schule BWL und fand einen ersten Weg, seine Kreativität auszuleben: Mit dem Startup “Around Titans” erstellte er Sportkleidung, die dank des Einsatzes einer besonderen Tinte Schriftzüge und Logos erst nach dem Kontakt mit Schweiß zum Vorschein bringt. Auch hier zeigte sich also schon das Konzept des Perspektivwechsels: “Ich wollte den menschlichen Schweiß, der eigentlich negativ besetzt ist, zu etwas Schönem machen und ihm so seine Natürlichkeit zurückgeben”, sagt der Künstler.

Doch die Geschäftswelt konnte Kühn nicht ganz erfüllen, irgendetwas fehlte. Er ergänzte sein Studium um das Nebenfach Philosophie und wechselte schließlich zu der Alanus Hochschule. Hier studierte er immer noch BWL, aber ergänzt um kreative Themen und Aktivitäten. Der Schauspieler und Dozent Dominik Schiefner war es schließlich, der bei einer Theateraufführung Kühns Talent erkannte und ihn nachdrücklich dazu ermutigte, seine Kreativität zu fördern.

Direkt erfahrbare Bildwelten

Mittlerweile studiert Philipp Kühn Schauspiel, nimmt Unterricht an Gesang und Gitarre und kreiert Kunstwerke. Diese Facetten betrachtet er dabei als unterschiedliche Wege der Kommunikation, um eine Geschichte mit dem Zuschauer oder Zuhörer zu teilen. Neue Werke entstehen dabei aus der Auseinandersetzung mit sich selbst heraus. Nicht Schönheit oder Ästhetik, sondern die Authentizität des Moments und des Menschen stehen im Vordergrund.

Philipp Kühn gelingt es, diesen inneren Monolog in einen lebendigen, direkten Dialog mit dem Betrachter umzuwandeln. Seine Leidenschaft, Energie und Neugier, die er in immer wieder neuen Bildwelten auf die Leinwand klebt, streicht, sprüht und sogar schießt, sind direkt erfahrbar.

Ein voller Erfolg

Das kam auch beim Publikum an. Neben den Mitarbeitern von Sevenval hatten auch einige kunstinteressierte Freunde und Verwandte den Weg in die Büroräume gefunden. Statt Champagner und Kaviar gab es dazu Fritz Cola und Wraps – auch das sicher ein Perspektivwechsel zu Kunstausstellungen, die ansonsten eher im Verdacht stehen, ein wenig abgehoben zu sein.

Jan Webering, CEO von Sevenval und Initiator der Vernissage möchte auf den Erfolg aufbauen: „Wir möchten dieses Event dafür nutzen, von jetzt an auch anderen jungen Künstlern die Möglichkeit zu geben, sich in unseren Räumen vorzustellen und ihre Kunst zu präsentieren.“

 

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