Sevenvallie abseits der Arbeit: Jens bleibt seiner Spur treu

Was machen unsere Sevenvallies eigentlich nach Feierabend? Welche Themen und Hobbys bewegen sie? Das wollen wir in dieser Blog-Reihe herausfinden. Nach Manu und Sophie stellen wir heute Jens vor. Er ist Senior Software Developer in unserem Berliner Team – und wahrscheinlich der Sevenvallie mit dem größten Wissen rund um den Öffentlichen Personennahverkehr in Berlin und Deutschland.

Wenn Kölner Kollegen das Berliner Office besuchen und planlos vorm Brandenburger Tor stranden, dann kann man sich darauf verlassen, dass ÖPNV-Fan Jens einen ohne Probleme durch die Millionenstadt navigiert.

In 21 Minuten ans Ziel

Tritt der Ernstfall ein, erklärt Jens den besten Weg zu unserem Office in Berlin-Kreuzberg. Ähnlich schnell wie Google Maps verrät er die beste Fahrtroute und weiß die ungefähre Fahrtdauer. Vom Brandenburger Tor wäre Jens’ Antwort: “Alle S-Bahn-Linien bringen dich zur Friedrichstraße und von dort geht’s per S-Bahn oder Regionalbahn weiter bis zum Ostbahnhof. Von dort aus nimmt man den Bus oder, falls dieser gerade weggefahren ist, geht man zu Fuß. Das ist dann schneller”. Nach 21 Minuten würde man schließlich bei Sevenval in der Köpenicker Straße 154 auf der Matte stehen.

“Schon als Kind habe ich mich für S-Bahnen und Straßenbahnen begeistert”

Als Kind mitgefahren und als Erwachsener selbst gefahren: Schon mehrfach stand Jens am Steuer einer Straßenbahn – entweder auf einem Betriebshof oder sogar inmitten des öffentlichen Straßenlandes, natürlich mit einem Fahrlehrer an seiner Seite. Sein Highlight: das Fahren auf freier Strecke mit den alten Tatrabahnen, die noch Gas- und Bremspedal statt Joystick besitzen und damit ein echtes Fahrgefühl bieten.

Klar, dass Jens eine Lieblings-Straßenbahnlinie hat – die 21. Sie verbindet auf Umwegen drei Stationen, zu denen er eine persönliche Verbindung hat: Darunter ist auch Schöneweide, wo er zu Schulzeiten ein Praktikum bei der S-Bahn gemacht hat.

Mit dem Auto Berlins Straßenbahnen abhängen

Wer vermutet, dass Jens ausschließlich mit Öffis unterwegs ist, der irrt. Jens sitzt gerne am Steuer seines Autos und hängt damit schon mal die Berliner Straßenbahnen ab. “Mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln brauche ich oft doppelt bis dreimal so lang wie mit dem Auto oder dem Fahrrad.” Das liegt vor allem an der noch weiter auszubauenden Infrastruktur, die im stetig wachsenden Berlin an ihre Grenzen stößt. Für lange Strecken ist der Zug wiederum Jens liebstes Transportmittel. So ging es zuletzt ganz entspannt mit seiner Familie über Gleise in die Stadt der hundert Türme, nach Prag.

Kritisch zeigt sich Jens gegenüber den Marketingaktivitäten der Berliner Verkehrsbetriebe, die zuletzt Anfang des Jahres in ganz Deutschland für Gesprächsstoff sorgten: So gab es im Januar 500 Paar exklusive Sneakers mit BVG-Sitzmuster, die zugleich als Jahresticket dienten. “Die Aktion hat für viel Aufmerksamkeit gesorgt und bei dem ein oder anderen vielleicht für ein besseres Image. Mir gab sie das Gefühl, dass die BVG mehr um gutes Marketing bemüht ist, als um ihr eigentliches Tagesgeschäft, bei dem es alles andere als optimal läuft.”

Ehrenamtlich aktiv im Verein “BahnInfo”

Doch Jens Herz schlägt nicht nur für den ÖPNV. Verkehrspolitik, verschiedene Fahrzeugtypen und -strecken: Hier macht ihm keiner so schnell etwas vor. Außerdem engagiert er sich im Verein “BahnInfo”, der eine Website und ein Forum betreibt. “Einmal im Jahr geht’s dann für alle Vereinsmitglieder – natürlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln – auf Erkundungstour in eine neue Stadt oder Region. Unser letztes Ziel: Görlitz!”

Vom Traumjob Straßenbahnfahrer zum glücklichen Web Developer

So ziemlich jeder erinnert sich an seinen Traumberuf in der Kindheit – und nur die wenigsten landen später tatsächlich in dem jeweiligen Berufsfeld. Genauso Jens, für den es rückblickend nicht mehr so erstrebenswert ist, als Straßenbahnfahrer zu arbeiten.

Als Web Developer bei Sevenval profitiert er von flexiblen Arbeitszeiten, sein Projekt-Alltag ist abwechslungsreich, er lernt immer wieder neue Tools, Frameworks und Sprachen kennen und kann sich beim Coden austoben. “Am schönsten ist es, wenn ich bei einem Web-Projekt von Null anfangen kann und dann komplett frei in der Wahl meiner Tools bin. Vor allem die Arbeit mit Frameworks wie Node.js macht mir besonders Spaß”, verrät er. Seine Leidenschaft für den Öffentlichen Personennahverkehr – zum Glück “nur noch” Hobby, denn seinen Traumjob hat er im Web Development gefunden.

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