Sevenvallie abseits der Arbeit: Foodsaver Sophie

Was machen unsere Sevenvallies eigentlich nach Feierabend? Welche Themen und Hobbys bewegen sie? Das wollen wir in dieser Blog-Reihe herausfinden. Nach Leistungssportler Manu geht es heute um Sophie, die im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung einen wertvollen Beitrag leistet.

Heute ist wieder einer dieser Tage, an dem uns morgens im Kölner Office in der Küche Croissants, Weckchen und weitere leckere Backwaren erwarten. Sophie aus unserem HR-Team war gestern als Foodsaver aktiv und hat zahlreiche Backwaren vor der Mülltonne gerettet.

“Lebensmittel sind wertvolle und schützenswerte Güter”

Sophie ist Junior Relationship Manager bei Sevenval und im Recruiting tätig. Während sie im Job die passenden Talente für unsere Kölner und Berliner Teams begeistert, engagiert sie sich in ihrer Freizeit bei der Initiative “Foodsharing”. Etwa einmal pro Woche holt sie bei Kölner Betrieben Lebensmittel ab, die ansonsten weggeworfen würden.

Neben der Abholung ist es ihre Aufgabe, die Lebensmittel zu verteilen: im Freundeskreis und in der Familie, an feste Abnehmer wie Unterkünfte für Geflüchtete oder eben an hungrige Kollegen. Hauptsache am Ende landet nichts im Müll. “Der Umgang mit Lebensmitteln war für mich schon immer ein Thema. Ich bin ein Kind von Bio-Eltern – zu einer Zeit, als es noch peinlich war, mit Vollkornstulle und Amaranth-Riegel in die Schule zu kommen”, verrät Sophie. “Dadurch bin ich mit dem Bewusstsein aufgewachsen, dass Lebensmittel wertvolle und schützenswerte Güter sind, mit denen man nicht verschwenderisch umgehen sollte.”

Der Weg zum Foodsaver beginnt online

Mit Lebensmittelrettung und Foodsharing hat sie immer wieder Kontakt, indem sie sich durch die Medien auf dem Laufenden hält, durch containernde Mitbewohner während ihres Studiums in Dresden oder aktive Foodsharing-Mitglieder im Freundeskreis. Als sie sich 2016 mit einer Freundin trifft, einem sehr aktiven Foodsharing-Mitglied, steht für Sophie fest, auch mitzumachen. Noch am gleichen Tag meldet sie sich auf der Website von Foodsharing an, macht online einen Aufnahmetest und übernimmt drei Probe-Abholungen. “Ich finde es gut, dass es diese ‚Aufnahmeprüfungen‘ gibt. Dann machen nur motivierte Leute mit, die diese Hürde in Kauf nehmen, um zuverlässiger Lebensmittelretter zu werden und die Lebensmittel nach bestimmten Regeln zu verteilen.”

“Bei einer Bäckerei landen abends mehrere Ikea-Taschen voller Backwaren im Müll”

Während “Die Tafeln” Lebensmittel bei Betrieben abholen, die sehr große Mengen spenden, und diese an Bedürftige verteilen, schließt Foodsharing eine Lücke vor allem bei kleineren Betrieben. Mehr als 4.600 Cafés, Bäckereien, Kantinen, Mensen, kleine Supermärkte sind froh, dass regelmäßig Foodsaver Ware abholen und verteilen.

Inzwischen gibt es über 40.000 Foodsaver – mit wachsender Tendenz. “Foodsharing ist eine extrem coole Möglichkeit, sich daran zu beteiligen, die Verschwendung mit wenig Aufwand und flexibler Zeiteinteilung etwas einzudämmen”, erklärt Sophie. Hat sie mal mehr Zeit, übernimmt sie zusätzliche Abholungen oder setzt aus, wenn sie selbst nicht kann. Außerdem unterstützt sie bei der Öffentlichkeitsarbeit und informiert bei Events wie dem “Tag des guten Lebens” oder der FairGoods Messe über die Arbeit der Initiative.

Gute Gründe, Foodsaver zu werden

Warum man selbst Foodsaver werden sollte? Sophie hat gute Argumente: “Um das Bewusstsein für das Thema Lebensmittelverschwendung zu steigern und vor Ort vor allem bei den kleineren Betrieben zu retten! Mir war nicht klar, dass allein bei einer Bäckerei abends mehrere große Ikea-Taschen voller Backwaren im Müll landen würden. Man macht andere Menschen mit den geretteten Sachen glücklich und lernt total spannende Leute kennen: andere Foodsaver, die Verkäufer in den Betrieben, mit denen man ins Gespräch kommt, oder eben die Leute, an die man die Lebensmittel weitergibt.”

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