Sevenvallie abseits der Arbeit: Manu zwischen Code und Bundesliga

Was machen unsere Sevenvallies eigentlich nach Feierabend? Welche Themen und Hobbys bewegen sie? Das wollen wir in unserer neuen Reihe herausfinden. Den Anfang macht Frontend Developer Manu, für den ein Leben ohne Sport unvorstellbar ist.

Leistungssport, Vollzeitjob, Fernstudium – wenn es eins in Manus Leben nicht gibt, dann ist es Langeweile. Nach acht Stunden im Job als Frontend Developer legt der 29-Jährige noch lange nicht die Füße hoch. Schnell nach Hause, Sporttasche packen, mit dem Hund Gassi gehen, das Trikot mit der Nummer 5 überwerfen und ab zum Training des TVA Hürth, der in der 2. Volleyball Bundesliga spielt. Doch von vorne.

Der Weg in den Leistungssport und zum Web Development

Manuel ist Quereinsteiger. Im Job wie im Sport ist es der Zufall, der ihn zu seinen Leidenschaften führt. Sein Weg in Richtung 2. Volleyball-Bundesliga beginnt im Sport-LK, als er das erste Mal Volleyball spielt. Es folgt der Einstieg in einen Verein in seiner Heimat in Bayern, der Aufstieg in die Landesliga, der Wechsel zum SC Freising in die Bayern-Liga. Nach einer durch eine verletzungsbedingte Auszeit soll es 2012 für Manuel sportlich in Köln weitergehen. Sein Ziel: einer der begehrten Plätze für das Sport- und Leistungsstudium an der Deutschen Sporthochschule. “Bei der Aufnahmeprüfung musst du dich 20 Disziplinen stellen, nur in einer darfst du durchfallen. Du fängt morgens um 7 Uhr an mit der ersten Disziplin, du musst dich ständig neu aufwärmen und bist einem enormen Stress ausgesetzt. Diesem Druck standzuhalten – das ist die eigentliche Herausforderung”, erklärt Manu. Am Ende des Tages geht er mit der Zusage für das Studium nach Hause.

Über seinen Bruder kam Manuel mit dem Web Development in Kontakt.“Irgendwann habe ich dann selbst angefangen, für Vereine oder Feiern Websites zu bauen”, erzählt Manu. Als Hilfskraft am Sportmanagement-Institut programmiert er später Fragebögen und entwickelt in einem Kooperationsprojekt mit Adidas Web-Apps.

Neben Studium und Job am Hochschulinstitut steht das Volleyballtraining beim TVA Hürth weit oben auf seiner Agenda – von der Oberliga über die Regionalliga gehts in die 3. Bundesliga. Dreimal pro Woche trainiert Manu mit seiner Mannschaft. Zusätzlich trifft man ihn zwei- oder dreimal pro Woche beim Krafttraining.

“Im Sport lernst du, Kritik schneller anzunehmen – das hilft im Berufsleben enorm”

Als Manu Anfang 2017 sein Sport-Studium abschließt, ist er zunächst als Freelancer im Web Development tätig, bevor er sich für eine Anstellung bei einem Berliner Unternehmen entscheidet. Als Frontend Developer arbeitet er im Home Office und nach Feierabend steht er für seinen Verein in der 2. Bundesliga auf dem Spielfeld. Sport im Team, Spielsportarten – das ist genau seins. “Ich beschäftige mich lieber stundenlang in einer Mannschaft mit einem Ball, als allein joggen zu gehen.”

Auch abseits des Spielfelds profitiert Manu von seiner sportlichen Leidenschaft. Sportler sind kritikfähigere Menschen als Nicht-Sportler, davon ist er überzeugt. “Beim Training kriegst du die ganze Zeit gesagt, was du besser machen kannst. Du lernst, Kritik schneller anzunehmen und zu unterscheiden, welche Kritik dich weiterbringt und welche nicht. Das hilft dir auch im Berufsleben enorm.”

Trainingseinheiten mit der 1. Liga und Coding-Sessions im Wechsel

Irgendwann fällt ihm im Job die Decke auf den Kopf und genau zu der Zeit klopft Sevenval bei ihm an. Der Wechsel ist keine schwere Entscheidung: “Mir hat der Austausch mit Kollegen gefehlt, dass man mal auf dem Flur mit Leuten quatschen und ich nach einem Arbeitstag wirklich Feierabend machen kann, ohne ständig an meinem Arbeitsplatz zuhause vorbeizukommen.” Manu entscheidet sich zunächst für den Einstieg in Teilzeit, um Job und Leistungssport besser unter einen Hut zu bekommen. Zeitgleich startet er ein weiteres großes Projekt: ein Informatikstudium an der Fernuni Hagen.

Als im Sommer 2017 die Volleyball Europameisterschaft ansteht, bekommt Manu die Gelegenheit, bei einem Erstligisten mitzutrainieren, von dem viele der Spieler zum Nationalkader zählen und in Polen um den Europapokal kämpfen. Mehrmals am Tag stehen Trainingseinheiten an, Sevenval ermöglicht ihm, seine Arbeitszeit um die Trainings herum zu planen. “Das war eine ziemlich coole Erfahrung, auf dem Level mitzutrainieren – und ich bin froh, dass ich die Chance nutzen konnte. Diese Flexibilität bei Sevenval ist keine Selbstverständlichkeit.”

Was Sport und Job gemein haben

Parallelen zwischen Sport und Job? Da gibt es Manus Meinung nach einige. Sowohl im Volleyball als auch im Web Development zählen Ehrgeiz und Leistung. Man muss den Überblick in seinem Aufgabengebiet, auf seiner Position behalten und Verantwortung übernehmen: “Schließlich verlässt sich ein ganzes Team auf dich.” Klare Ansagen statt Gerede sind ihm in Sport und Job wichtig. Und während im Sport die Kommunikation sehr direkt ist, geht es im Berufsleben oftmals diplomatischer zu. “Im Sport knallt man sich schnell was an den Kopf. Das geht im Business nicht, vor allem nicht im Kundenkontakt.”

Inzwischen arbeitet der 29-Jährige in Vollzeit als Frontend Web Developer und findet noch immer Zeit für Sport, Studium und eine kurze Krafteinheit nach der Arbeit im Sevenval Fitnessraum. Lücken in Manus Kalender? Gibt es nicht. “Ohne Sport kann ich nicht leben. Aber ich könnte eher auf Leistungssport verzichten als aufs Coden.” Zum Glück – denn wir möchten Manu in unserem Team nicht mehr missen!

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