So gelingt die schnelle und einfache Umsetzung nutzerfreundlicher Frontends

Für den Erfolg brauchen digitale Produkte ein Frontend, das die Anforderungen der Nutzer voll erfüllt. Und um diese möglichst früh in der Projektphase in Erfahrung zu bringen, hilft der Einsatz eines MVPs. Wie das gelingt erklärt Sevenval CTO Roland Guelle im Fachmagazin „Dev-Insider“. Wir fassen die wichtigsten Punkte zusammen.

Mit einem MVP (Minimum Viable Product) lässt sich viel Zeit, Geld und Risiko bei der Frontend-Entwicklung sparen. Das Konzept wird vor allem in der so genannten Lean Startup Methode angewandt, ist aber heute weit über die Startup-Szene hinaus verbreitet. Es hat zum Ziel, möglichst schnell die erste Version eines digitalen Produktes oder Services zu veröffentlichen – ohne dabei Abstriche bei der Qualität zu machen. Agile Arbeitsweisen mit zeitlich überschaubaren Sprints und regelmäßigen Feedback-Runden sind wichtige Voraussetzungen, um erfolgreich mit MVPs arbeiten zu können. Durch iteratives Vorgehen („Build–Test–Learn“) kann bereits während der Entwicklung sichergestellt werden, dass das Endprodukt die Anforderungen der Nutzer voll erfüllt.

Soweit die Theorie – in der Praxis gibt es durchaus einige Tücken. Sevenval CTO Roland Guelle schreibt über diese Herausforderungen und mögliche Lösungen im Fachmagazin Dev-Insider. Hier fassen wir die drei wichtigsten Punkte zusammen.

Herausforderung 1: Viele Anforderungen und Wünsche

Die tatsächlichen Bedürfnisse der Nutzer herauszubekommen, ist oft schwieriger als die technische Umsetzung. Wir entwickeln seit rund 20 Jahren Frontend-Lösungen für unsere Kunden und haben unsere Erfahrungen damit gemacht. Wenn Sie mehr über diesen ersten Schritt erfahren wollen, lesen Sie dazu den Artikel „What do you mean? Figuring out what customers really want, besides what they tell you.

Doch nicht nur die Bedürfnisse der Nutzer, auch die Wünsche der Designer und Entwickler spielen eine zentrale Rolle. Denn die Versuchung ist groß, bereits den Prototyp mit vielen Funktionen perfekt auszustatten. Daraus haben wir gelernt, uns bei der MVP-Entwicklung ganz bewusst nur auf das Wesentliche zu konzentrieren und Raum für spätere Optimierungen zu lassen.

Herausforderung 2: Unklare Features und Kosten

Wer konsequent nach dieser Methode verfahren will, kann zu Beginn eines Projektes keine klare Aussage über die späteren Features treffen. Schließlich kann niemand exakt vorhersagen, wie das Produkt in künftigen Versionen aussehen und funktionieren soll – das wird ab dem ersten MVP vor allem vom Feedback der Nutzer bestimmt.

Das kann einen „planlosen“ Eindruck machen oder zu Befürchtungen führen, dass die Kosten aus dem Ruder laufen könnten. An der Oberfläche sieht es so aus, als müssten viele Aufgaben doppelt erledigt werden: Manche Features werden für das MVP nur grob umgesetzt und erst dann fertig ausgearbeitet, wenn sie von den Nutzern akzeptiert werden. Doch genau das ist der „Plan“, mit dem die Entwicklung nah an den sich ändernden Anforderungen bleibt. Und teurer wird es dadurch auch nicht, sondern das Gegenteil ist der Fall, da unnötige Features frühzeitig erkannt und nicht erst mit großem Aufwand bis ins kleinste Detail entwickelt werden (wie es bei vielen gescheiterten IT-Großprojekten der Fall war).

Herausforderung 3: Stabilität vs Modernität

Auch aus technischer Sicht ist die Arbeit mit MVPs für viele Unternehmen eine Herausforderung. Wer eine historisch gewachsene IT-Infrastruktur hat, ist oftmals nicht flexibel genug für schnelle Entwicklungs-. und Releasezyklen. Denn das „Backend“ soll vor allem Sicherheit und Stabilität bieten – agile Arbeitsweisen mit MVPs zu ermöglichen ist nicht die Kernaufgabe. Das ist auch gut und richtig so, führt aber oftmals dazu, dass um diese sinnvollen Beschränkungen „herumgearbeitet“ wird. Das wiederum hat Insellösungen zur Folge, deren Wartung, Absicherung und ggf. spätere Integration mit der Zeit immer schwieriger werden.

Stattdessen sollte bereits das MVP an die (Legacy-) Systeme angebunden sein, um Daten zwischen Backend und Frontend übermitteln und Prozesse vereinfachen zu können. Doch weil sich vor allem die Frontend-Technologien sehr schnell weiterentwickeln, ist genau das  nicht ganz trivial – in der Folge bestimmt deshalb oft das Backend über die Funktionalitäten und User Experience am Frontend. Die Erwartungen heutiger Nutzer können so meist nicht erfüllt werden.

Eine gute Lösung für diese Herausforderung ist ein Frontend Layer wie couper.io: Dieser Layer zwischen den beiden „Welten“ (Nutzer/Kunden und interne Systeme) dient als eigenständige Ebene für die Entwicklung und den Betrieb neuer Frontend-Lösungen. Der Trick liegt darin, dass solche Middlewares wie ein Universal-Adapter funktionieren. Sie können viel einfacher, schneller und in deutlich größerer Anzahl Schnittstellen anbieten, über die ein genau definierter Datenaustausch zwischen neuen Services und Bestandssystemen abgewickelt werden kann.

Weiterlesen bei Dev-Insider…

Bei Dev-Insider lesen Sie den ganzen Artikel und erfahren anhand eines konkreten Projekts, wie der MVP-Ansatz in der Praxis der HDI Versicherungen funktioniert.

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