Wie „bimodale IT“ die Digitalisierung beschleunigt

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Legacy IT wird oft als Bremse bei der Digitalisierung gesehen. Doch das muss nicht so sein. Denn eine Trennung von Front- und Backend ermöglicht trotzdem die agile Entwicklung ansprechender User Interfaces. Sevenval CEO Jan Webering erklärt in einem Gastbeitrag für die Computerwoche die Vorteile von bimodaler IT für die Digitalisierung.

Eine aktuelle Capgemini-Studie zeigt einen interessanten Trend bei Unternehmen aus der DACH-Region: Sie investieren rund 25 Prozent ihres IT-Budgets in Projekte zur digitalen Transformation. Doch anders als bisher sind die vorrangigen Ziele dabei nicht mehr Kostensenkungen und die Erhöhung der Effizienz – das neue Ziel der CIOs lautet Geschwindigkeit. Sie wollen Agilität und Flexibilität erhöhen, Release-Zyklen verkürzen und generell IT-Projekte schneller bereitstellen.

Getrieben werden sie dabei von den Bedürfnissen ihrer Kunden. Diese verlangen heute auch von ihrem Energieversorger, Finanzdienstleister oder Versicherer das, was sie von Netflix, Apple oder Amazon kennen: Self-Service über intuitive Web-Oberflächen und Apps, ständige Erreichbarkeit, einfache Prozesse und hohe Transparenz.

Legacy IT erschwert Digitalisierung

Doch die Komplexität historisch gewachsener IT-Landschaften stellt für viele Unternehmen auf dem Weg zur modernen digitalen Organisation ein gewaltiges Hindernis dar. Denn um den Kunden schnell neue Frontend-Lösungen anbieten zu können, müssen sich diese nicht nur mit den Endgeräten der Nutzer, sondern auch mit der „Legacy IT“ im Hintergrund verstehen. Schließlich sind hier wichtige Systeme angesiedelt, die etwa Payment-Prozesse oder Kundendatenbanken bereitstellen. Solche Altsysteme sind für einen reibungslosen Geschäftsbetrieb mit komplexen internen Prozessen und organisatorischen Abhängigkeiten ausgelegt, und Veränderungen sind nicht so schnell möglich wie am Frontend.

Bimodale IT beschleunigt Digitalisierung

Eine Lösung hierfür bietet das Konzept einer „IT der zwei Geschwindigkeiten“. Es trennt klar zwischen den Aufgaben, die am Frontend (für die Kunden) und am Backend (interne IT) angesiedelt sind. Dabei verbleiben die Backend-Systeme wie gehabt im Planungs- und Arbeitsmodus und können so weiterhin Sicherheit, Stabilität und Kontinuität gewährleisten. Das Frontend hingegen wird frei von diesen Abhängigkeiten weiterentwickelt und kann deutlich schneller an die sich stetig wandelnden Bedürfnisse der Kunden angepasst werden.

Ein Vorgehen á la „Bimodale IT“ kann so die Digitalisierung am Frontend deutlich beschleunigen, trotz alter Systeme im Hintergrund. Technisch möglich gemacht werden solche Ansätze durch eine Middleware wie couper.io: Sie dient als eigenständige Entwicklungsebene und bietet Schnittstellen, um Daten zwischen Frontend und Backende korrekt übermitteln zu können. So bleiben die sicherheitsrelevanten Systeme unangetastet, während am Frontend immer neue Lösungen für die Endkunden bereitgestellt werden.


Lesen Sie auf computerwoche.de den ganzen Artikel „Bimodale IT beschleunigt Digitalisierung“ von Jan Webering. Hier erfahren Sie auch mehr über einen anderen wichtigen Aspekt: Erfolgreiche Digitalisierung erfordert einen Kulturwandel.

Was sagen Experten von Sevenval zum Thema? Lesen Sie auch: „Bimodale IT – Nur Manager-Buzzword oder handfestes Konzept?


(Photo by Federica Galli)

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