RESS Server Architektur: Das bessere Responsive Web Design!

Nachdem wir uns in den ersten beiden Teilen dieser Kleinserie zuerst den Definitionen hinsichtlich der Ansätze RWD und RESS sowie den Vor- und Nachteilen des RWD-Konzepts gewidmet haben, folgt nun der dritte Teil, welcher die Stärken und Schwächen einer RESS Server Architektur näher vorstellt.

Die Weiterentwicklung einer RWD Architektur zu einer RESS Server Solution stellt aus diversen Gesichtspunkten einen enormen Mehrwert dar. Maßgeblich sind hier die folgenden Vorteile zu nennen:

Vorteile RESS

Allgemein:

  • Nutzung einer Device Database zur Device- und Feature Detection – optimale Ausgabe für das Endgerät
  • Einfaches Update der Device Database um neue Endgeräte, Browser und Betriebssysteme hinzuzufügen
  • Verringertes Datenvolumen – es wird nur der benötigte Inhalt ausgeliefert
  • Serverseitige Bildkompression und –transformation (z.B. in andere Bildformate)
  • Hohe Performance – durch serverseitige Verarbeitung und entsprechende Caching-Mechanismen
  • Seitenladeverhalten wird positiv beeinflusst durch:
    • Optimale CSS und Images
    • JavaScript Minimierung
    • Reduzierung von http-Requests
    • Reduzierung der Bytes der Webseite (GZIP)

Sichtweise Business:

  • Neue Endgeräte können leichter integriert werden, somit schnellere Marktdurchdringung und bessere Time-to-Market.
  • Saubere Trennung zwischen Front- und Backend, dadurch entkoppelte Entwicklung und Maintenance möglich
    • In der Konsequenz können dadurch aus Business-Sicht Anforderungen schneller im Frontend an die Nutzer ausgerollt werden.
    • Dadurch entsteht eine höhere Innovationsperformance
  • Serverseitige Integration von weiteren Komponenten möglich – wie z.B. A/B Testing Module, Analytics etc.

Optimales Setup für die Analyse von Kennzahlen und Ableitung von geeigneten Maßnahmen zur Steigerung der Conversion Rate.

Nachteile RESS

Eine RESS Server Architektur bedeutet für den Kunden in der Regel ein höheres initiales Investment. Um eine möglichst optimale RESS Architektur erfolgreich zu realisieren, müssen weitere Technologien betrachtet und evaluiert werden, um z.B. das Seitenladeverhalten zu beschleunigen, als auch die Skalierung und Komprimierung von Grafiken performant abbilden zu können.

Ergänzend zum RWD Konzept müssen die serverseitigen Komponenten selbst entwickelt werden oder durch bestehende Technologien am Markt abgedeckt werden. In beiden Szenarien muss sich der Kunde mit diesen Themen auseinandersetzen – unabhängig davon ob er bestehende Lösungen einkauft oder ggf. selbst entwickelt:

  • Erweiterung der Serverkomponente – mehr Intelligenz im Backend bedingt auch eine entsprechende Infrastruktur
  • Definition der serverseitigen Prozesse
  • Evaluierung von Technologien um z.B. Grafiken zu verarbeiten, JavaScripts zu minimieren, oder Seitenladeevents zu beeinflussen etc.
  • Know-how-Aufbau im Entwicklungsteam
  • Kostenbetrachtung im Hinblick auf die Wartung und den Support der eingesetzten Technologien
  • Kosten hinsichtlich der Anschaffung und Pflege einer Device Database

Fazit

Zusammenfassend lässt sich nun sagen, dass durch die beschriebenen Vorteile der RESS Server Architektur im Vergleich zu einem klassischen RWD-Ansatz besser auf neue Anforderungen und Nutzererwartungen eingegangen werden kann. Darüber hinaus ist ein positiver Effekt auf die Maintenance-Aufwände zu erwarten.

Dies kommt den Business-Zielen zugute, da die Nutzerzufriedenheit höher ist, was sich wiederum in der Conversion Rate (CVR) niederschlägt. Der Return on Invest ist hierdurch früher erreicht und die time-to-market für neue bzw. verbesserte Features verkürzt sich durch eine klare Trennung von Frontend- und Backend-Prozessen bzw. deren Logik. Ebenso sind der Betrieb und Wartung deutlich besser kalkulierbar. Anpassungen für neue Geräte und Browser fallen weniger aufwändig aus und sind damit deutlich schneller produktiv ausgerollt. Es entstehen keine, bzw. nur minimale Verzögerungen um neue Endgeräte zu bedienen. Die Total Cost of Ownership sind verglichen mit einem RWD-Ansatz günstiger und mit steigenden Erfahrungswerten langfristig planbar.

Und last but not least: Die Nutzer sind zufriedener und fühlen sich und ihre Erwartungen besser berücksichtigt. Dies wirkt sich positiv auf die Nutzungszahlen, als auch die Conversion Rate aus. Daher sollten die Erwartungen und der mögliche Impact vor einer Technologieauswahl analysiert und unter den vorgestellten Gesichtspunkten bewertet werden.

One Web-Lösung mit Sevenval FIT14

Neuer Webauftritt für netzclub gewährleistet geräteunabhängiges,  schnelles Surfen 

  • Die neue netzclub Webseite ist optimal für sämtliche mobile Endgeräte wie Smartphones, Desktop und Tablets konfiguriert
  • One Web-Lösung heißt eine URL für alle, automatische Anpassung an den Kunden statt umgekehrt
  • Die Software Sevenval FIT14 sorgt für responsives Design auf höchstem Niveau und schnelle Ladezeiten

netzclub, der werbefinanzierte Mobilfunk-Tarif von Telefónica in Deutschland, stellte letzte Woche seine neue Webseite live. Die von uns entwickelte One Web-Lösung bietet über eine URL für alle Surfer hohe Performance und Usability, egal von welchem Gerät sie die Webseite aufrufen.

Die Grenzen zwischen Smartphone, Tablet und Laptop verschwinden zunehmend, Verbraucher wechseln mehrmals täglich zwischen verschiedenen mobilen Endgeräten.

Mit dem One Web-Ansatz hat netzclub eine progressive Lösung gewählt, die der rasanten Entwicklung neuer Webtechnologien gerecht wird und eine zukunftssichere Basis für  responsives Design auf höchstem Niveau bietet. Die Webseiten von netzclub werden für alle Bildschirmgrößen, Betriebssysteme und Gerätearten optimiert, so dass das hohe Niveau der User Experience auch beim Gerätewechsel erhalten bleibt. Der Webauftritt des Unternehmens ist über eine URL erreichbar. Dahinter steckt Sevenvals Software FIT14, dessen RESS Server für die beschriebene Kompatibilität verantwortlich ist.

„Erstens verdrängen Zugriffe von mobilen Geräten den klassischen Webseiten-Aufruf vom Desktop-PC, zweitens wechseln Verbraucher mehrmals täglich zwischen verschiedenen Geräten und drittens nimmt die Gerätevielfalt zu. Die optimale Darstellung von Webseiten in jeder Situation und für jeden Nutzer ist daher technisch komplex. Wir vereinfachen diese Komplexität indem wir alle Möglichkeiten des responsiven Designs in unserem Software-Produkt FIT 14 bündeln und auf einfache Art zugänglich machen.  Unser Frontend-Server sorgt dafür, dass die Endgeräte beim Surfen entlastet werden und Content nur in passender Form ausgespielt wird“, so Jan Webering, CEO von Sevenval Technologies. „Wir freuen uns, dass netzclub diese Lösung gewählt hat und bedanken uns für das Vertrauen.

Weekly #4

An article about the new CSS calc() function. A feature we all have been waiting for a long time and yes: it already works in Firefox 4 and even in IE9(!):
http://webdesignernotebook.com/css/the-wonderful-calc-function/

Jeremy Keith has created a list of collected design principles, divided into five categories: people, organisations, formats, software, hardware. Definately worth reading:
http://principles.adactio.com/

30 Creative Examples of Responsive Web Design
http://webdesignledger.com/inspiration/30-creative-examples-of-responsive-web-design

A web-based DJ prototype plus a really comprehensive post about how it was created:
http://wheelsofsteel.net/
http://www.schillmania.com/content/entries/2011/wheels-of-steel/