Web Performance – das sagen unsere Frontend Experten

Frontend Insights Bimodale ITWas bewegt die digitale Welt? Wohin entwickelt sich die Frontend-Technologie? Und was bedeuten die ganzen IT-Buzzwords eigentlich für die konkrete Projekt-Arbeit? Damit beschäftigen wir uns in der Reihe “Frontend Insights”: Insights unserer Kolleginnen und Kollegen von UX Design und Web Development bis Testing und Projektmanagement. Unser zweites Thema: “Web Performance”

Web Performance – eine schnelle Website zu machen kann doch nicht so schwer sein, oder?

Wer stellt sich gerne in die besonders lange Schlange an der Supermarktkasse? Niemand? Richtig. Genauso ist das auch im Web – nur, dass die Kunden hier direkt wieder aus dem Laden laufen: Lädt eine Seite länger als drei Sekunden, springen sehr viele Nutzer wieder ab. Und bereits das Auffinden einer langsamen Website wird gerade schwieriger, seit Google schnellere Seiten mit einem besserem Ranking belohnt.

Grund genug, sich über „Web Performance“ Gedanken zu machen. Wir haben vier Experten aus dem wao.io-Team von Sevenval gefragt, was ihnen dazu einfällt.

 

Sebastian, Head of Adaptation Development: Eine hohe Web Performance zu erreichen und zu halten ist kontinuierliche Arbeit. Denn die Geschwindigkeit, mit der eine Website beim User lädt, ist von sehr vielen Faktoren abhängig. So kann etwa ein Umstieg auf HTTP/2 sinnvoll sein – aber nur unter der Voraussetzung, dass zugleich auch HTTPS/SSL eingeführt wird. Und bei SSL können Stolpersteine lauern, zum Beispiel wenn Drittanbieter-Erweiterungen integriert sind. Wegen solcher Komplexitäten wird Web Performance leider oft nachlässig behandelt.

 

 

Sebastian, Senior Lead Manager: In unzähligen Gesprächen mit unseren Kunden habe ich festgestellt: Zwar weiß jeder, wie wichtig Web Performance ist, gerade für Online-Shops und Publisher, aber kaum jemand setzt die Best Practices dafür richtig um. Eine charmante Alternative zur ständigen manuellen Nachbesserung von Frontend und Ladezeiten ist deshalb die Automatisierung. Das entlastet die Entwickler und schafft so die Freiheit, den Shop nachhaltig weiterzuentwickeln.

 

 

Verena, Product Manager: Web Performance hat aus Business-Sicht vor allem zwei Gesichtspunkte. Ist eine Website schnell geladen und reagiert direkt auf jeden Klick, verbessert das die User Experience deutlich – das kann ein wahrer Boost für die Conversion Rate sein. Zudem ist die Performance auch für SEO wichtig, denn Google belohnt kurze Ladezeiten mit besseren Rankings in den Suchergebnissen. Deshalb ist “Page Speed” auch längst kein reines Entwickler-Thema mehr, sondern ein wichtiges Ziel für E-Commerce-Manager und alle, die für den Erfolg einer Website verantwortlich sind.

 

Felix, Director Software Development: Kein Online-Shop kommt ohne Fotos aus und im besten Fall können Kunden vor dem Kauf auf hochaufgelösten Bildern alle Details eines Produktes begutachten. Da die Website aber auch schnell laden soll, ist die richtige Balance zwischen hoher Bildqualität und kleiner Dateigröße entscheidend. Dafür haben wir einen Algorithmus entwickelt, der für jedes Bild automatisch eine individuelle Kompression wählt: Er berechnet die Ähnlichkeit zwischen dem Eingangs- und dem Ausgangsbild und kann so einen sichtbaren Qualitätsverlust rechtzeitig erkennen und verhindern. Dabei berücksichtigt unser System auch die speziellen Eigenschaften von Produkt- und Katalogbildern.

 

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