SEO 2018 – Optimierst du schon für deinen Nutzer oder immer noch für die Suchmaschine?

SEO: Search Engine Optimization. Suchmaschinenoptimierung. Das Netz ist voll von Tipps und Tricks, wie sich die neusten Änderungen am Google Algorithmus ausnutzen lassen, um sich einen der begehrten ersten Plätze im Suchmaschinen Ranking zu ergattern. Will man als Unternehmen nicht bei jedem Update bangen, ob die hoch angepriesenen Maßnahmen nicht auf einmal sogar einen negativen Einfluss auf das Ranking haben, lässt sich ein sehr einfacher Rat befolgen: Optimiere für deinen Nutzer, nicht für die Suchmaschine.
Googelt man “SEO 2018” sind sich die Top-Treffer einig: “Es menschelt weiter” schreibt t3n, Internetworld schlägt sogar eine Umbenennung von SEO in “Search Experience Optimization” vor. Es lassen sich folgende Trends erkennen:

Sicherheit

Sicherheit spielt in Bezug auf SEO eine große Rolle: unsichere Inhalte werden von Google schlechter indexiert und mit Malware infizierte Webseiten werden sogar komplett aus dem Index genommen. Um dies zu vermeiden, schützt man seine Seite am besten mit einer Web Application Firewall (WAF) und einem SSL-Zertifikat.
Außerdem werden Webseiten ohne SSL-Verschlüsselung seit Oktober 2017 im Browser Chrome als “nicht sicher” gekennzeichnet. Bei einem Anteil von derzeit 35,9% in Deutschland sind die Chrome-Nutzer definitiv nicht außer Acht zu lassen. Denkbar ist auch, dass Suchergebnisse künftig als “nicht sicher” gekennzeichnet werden und folglich weniger Leute klicken. Dank Let’s Encrypt lässt sich die Sicherheit der Webseite ganz einfach und kostenfrei aufrüsten. Dies lohnt sich auch in Hinblick auf die Anpassung der Datenschutzbestimmungen im Mai 2018, wonach die Übertragung von personenbezogenen Daten verschlüsselt erfolgen muss. Und dies kann bereits der Fall sein, wenn man ein Kontaktformular oder Kommentarfeld auf der Webseite hat.

User Experience

Hinter diesem Begriff “User Experience” verbirgt sich eine Menge: relevante, attraktive Inhalte für den Nutzer, eine kurze Ladezeit, gute Lesbarkeit und eine klare Seitenstruktur.
Denn nur der Nutzer, der schnell das findet, wonach er sucht, bleibt auf der Seite.
Den Content ihrer Webseite haben die meisten Webseitenbetreiber selbst in der Hand, anders verhält es sich mit der Ladezeit, der Performance ihrer Webseite. Tools wie Google Page Speed Insights bewerten die Seite und zeigen detaillierte, technische Handlungsempfehlungen zur Optimierung auf. Möchte man die Performance (und Security) Optimierung allerdings ohne Codeänderung selbst in die Hand nehmen, lohnt sich ein Blick auf unser Produkt wao.io.

Longtail Suchanfragen

Durch die zunehmende Verbreitung von Voice Search und digitalen Assistenten werden Longtail-Suchanfragen in natürlicher Sprache deutlich zunehmen (laut Google ist bereits jede fünfte Anfrage per Voice Search). Der Nutzer ist es gewohnt mit Maschinen zu sprechen und tippt “wie mache ich meine Webseite schneller?” ein, anstatt nach “Web Performance Optimierung” zu suchen. Eine große Herausforderung wird es 2018 daher sein, die Intention seines Nutzers zu kennen und ihm möglichst viel relevanten Content im richtigen Umgangston zu liefern.

Mobile First

Mit dem Soft-Launch des Mobile-First-Indexes von Google im Dezember 2017 und in Hinblick auf User Experience ist eine gute mobile Webseite schon lange kein nice-to-have mehr. Schließlich kommen 57% des Traffics mittlerweile über ein mobiles Endgerät.
Google bietet ein Tool, um die Mobile Friendliness zu testen.

Fazit

Webseiten sind für den Menschen da. Dank künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) werden wir daher zukünftig hoffentlich wieder für unsere Nutzer und nicht für die Suchmaschinen optimieren. 2018 gibt es dann vielleicht endlich wieder mehr Webseiten mit gut lesbaren, verständlichen Inhalten, auf denen es sich zu surfen lohnt.

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